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Die Fünf-Elemente aus Sicht der TCM

 

Immer wieder liest oder hört man den Begriff "Fünf-Elemente-Ernährung" im Zusammenhang mit der Ernährung nach TCM. Doch ist dies das Gleiche und was bedeutet dies genau?

Diese Fragen möchte ich in diesem Blogbeitrag klären.

 

Die Fünf Elemente

Holz, Feuer, Erde, Metal und Wasser - die Fünf-Element-Lehre ist der Versuch der TCM, Phänomene und Symptome zu veranschaulichen, die Krankheiten zu erkennen und wieder in Balance zu bringen. Wie beim Yin-Yang System gibt es symbolische Entsprechungen, etwa zu den Wachstumszyklen der Jahreszeiten oder den Organsystemen:

  • Zum Frühling wird der Funktionskreis Leber und das Element Holz zugeordnet
  • Zum Sommer wird der Funktionskreis Herz und das Element Feuer zugeordnet
  • Zum Herbst wird der Funktionskreis Lunge und das Element Metall zugeordnet
  • Zum Winter wird der Funktionskreis Niere und das Element Wasser zugeordnet

Die TCM geht davon aus, dass alle 5 Elemente miteinander im Einklang stehen müssen, um einen optimalen Energiefluss zu garantieren. Sie kontrollieren und nähren sich gegenseitig oder können sich sogar gegenseitig zerstören. Ein ungleichmäßiger Kreislauf führt daher zu Krankheiten und Problemen.

Wir finden jedes der einzelnen Elemente täglich in unserer Umwelt in Formen, Farben, Geschmack, Nahrungsmitteln, Eigenschaften, Materialien in Yin - sowie auch in Yang - Qualität. 

 

Das System der 5 Wandlungsphasen

Die Interaktionen der 5 Wandlungsphasen: Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser und ihr Yin-Yang-Gleichgewicht erklären alle Veränderungen und Aktivitäten in der Natur, so auch das Gleichgewicht des Körpers.

Durch Wasser können Pflanzen (Holz) wachsen, die, im negativen Ke-Zyklus, Erde aufarbeiten, um ihr die Nährstoffe zu entziehen. Erde bezwingt Wasser, indem es dieses aufsaugt und seine Klarheit verschmutzt, Wasser seinerseits bezwingt Feuer, Feuer Metall, und Metall Holz.

 

Auch die Emotionen sind in diesem System verankert, da die Körperliche nicht vom Seelischen getrennt gesehen werden kann.

In folgender Tabelle kannst du die Zusammenhänge und Zuordnungen nochmal genauer erkennen: 

 

Klassifizierung nach den 5 Wandlungsphasen (Nach Stux, 1992)

Element

Inneres Organ

Hohlorgan

Sinnesorgan

Körper

Gefühl

Klima

Holz

Leber

Galle

Auge

Muskel

Zorn

Wind

Feuer

Herz

Dünndarm

Zunge

Blutgefäße

Freude

Hitze

Erde

Milz

Magen

Mund

Bindegewebe

Besorgnis

Feuchtigkeit

Metall

Lunge

Dickdarm

Nase

Haut

Trauer

Trockenheit

Wasser

Niere

Harnblase

Ohr

Knochen, Gelenke

Angst

Kälte

 

 
   

Was bedeutet das nun für deine Ernährung?

Wie du vielleicht schon auf diversen Lebensmitteltabellen im Bezug zur Fünf-Elemente-Ernährung gesehen hast, wird auch jedes Lebensmittel einem Element zugeordnet. Dies ist dann von Bedeutung, wenn du zum Beispiel eine Schwäche der Mitte, des Erdelement hast. Dann solltest du versuchen, täglich Lebensmittel und Gewürze aus diesem Element zu dir zu nehmen. Dies ist zum Beispiel das Wurzelgemüse oder auch die meisten Getreidesorten. 

Bei einem Nieren-Mangel solltest du Nahrungsmittel aus dieser Gruppe wie Fisch, Algen, Oliven, schwarzen Sesam in deinen täglichen Speiseplan einbauen. 

 

Wenn du Fragen zu diesem Beitrag über die Ernährung nach TCM  /die Fünf-Elemente-Ernährung hast, dann schreib es mir gerne unten in den Kommentaren. 

 

Bis dahin, bleib g`sund,

deine Claudia 

 

 

 

 

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© Copyright by Claudia Austerer

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