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Arsen im Reis

 

Ist es wirklich schädlich, mehrmals wöchentlich Produkte aus Reis zu essen?

Diese Frage stellen mir immer wieder Klienten in meiner Praxis. Aus diesem Grund habe ich mich mit diesem Thema näher befasst.

 

Doch was ist Arsen überhaupt?

 

Arsen ist ein Halbmetall und wegen seiner Giftigkeit bekannt. Früher setzten die Menschen gezielt Arsen im Bergbau, in der Industrie, aber auch als Düngemittel und Pflanzenschutzmittel ein. 

Heute ist die Verwendung von Arsen verboten.

Besonders Reis hat nach wie vor einen höheren Anteil an Arsen, welches vorwiegend durch den Boden und das Bewässerungswasser aufgenommen wird. 

 

Generell wird zwischen anorganischem und organischem Arsen unterschieden:

Arsen kann in organischer und anorganischer Form in Lebensmitteln enthalten sein.

 

·     Anorganisches Arsen

Anorganisches Arsen wurde von der internationales Agentur für Krebsforschung als „krebserregend für Menschen“ eingestuft. 

 

·     Organisches Arsen

Organisches Arsen gilt im Gegensatz zu Anorganisches Arsen als unbedenklich.
Wir finden es zum Beispiel in Algen, Meeresfrüchten oder in Fischen.

 

Doch worin ist am meisten Arsen enthalten bzw. durch welche Lebensmittel nehmen wir es vermehrt auf?

 

Am größte Aufnahmequellen sind Reisprodukte mit 31-36%. Es ist also Tatsache, dass wir durch Reis und Reisprodukte Arsen aufnehmen.

Die konkrete Arsenbelastung von Lebensmitteln hängt von der Wasserqualität im Anbaugebiet ab. 

(Eine Tabelle der AK Oberösterreich über den Arsengehalt der einzelnen Reissorten ist unten beigefügt.) 

 

Welche Reissorten enthalten am wenigsten Arsen und welche Anbauländer sind zu bevorzugen?

Basmati-Reis weist die geringsten Belastung auf und ist daher zu empfehlen. 

Vollkornreis zeigt eine höhere Arsenbelastung auf als weißer Reis, da sich das Arsen in der äußeren Kornschicht einlagert.

Paraboiled Reis hat die höchste Konzentration an anorganischem Arsen. Das Paraboiled-Verfahren (Druckverfahren) macht es möglich, dass der Reis schneller gar ist, aber dadurch werden auch mehr Schwermetalle von der äußeren Schicht in das Reiskorn transportiert. 

Bezüglich des Herkunftslandes weist Italien einen höheren Arsengehalt im Reis auf als zum Beispiel Indien. 

Es wird auch seit kurzer Zeit Reis in Österreich durch ein Trockenreis-Verfahren angebaut und ist dadurch frei von giftigen Schwermetallen.

Dieser nennt sich „Österreis“. Dieser hat das beste Ergebnis bei den Tests erzielt.

Ich persönlich kann dieses Familienunternehmen aus Gerasdorf mit voller Überzeugung nur empfehlen und ich finde diesen als tolle Möglichkeit. (Unbezahlte Werbung aus Überzeugung)

www.oesterreis.at
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Folgende Tipps empfehle ich im Umgang mit Reisprodukten:

·     Den Reis gründlich in einem Sieb mit heißen Wasser waschen, dadurch wird ein Teil des Arsen
     herausgeschwemmt. 

·     Den Reis mit mehr als der doppelten Menge Wasser kochen (3-4fache Menge) und das überschüssige
     Wasser am Ende abgießen.

·     Im Alltag auf Vielfalt achten, auch Getreide und Pseudogetreide wie Hirse, Couscous, Dinkel, Quinoa,
     Hafer, Buchweizen, Amaranth, Polenta und Gerste in den Speiseplan einbauen.

·     Reiswaffeln und gepoppten Reis meiden!

·     Babys und Kleinkinder: Auf Reiswaffeln verzichten. Reisdrink nur selten verwenden. Alternativen sind  
     Dinkeldrink, Haferdrink, Kokosdrink, Mandeldrink…

 

Reisgetränke sind zudem als Muttermilchersatz nicht geeignet!

Alternativen zur Muttermilch und viele andere Themen rund um die Beikost erfährt Ihr in meinem nächsten Workshop im Juni in Wiener Neustadt. 

 

 

 

Quellen: 

·     https://ooe.arbeiterkammer.at/beratung/konsumentenschutz/ernaehrung/Arsen_in_Reiswaffeln.html

·     https://www.zentrum-der-gesundheit.de/arsen-im-reis.html

·     Aufnahme von Arsen über Lebensmittel; Themenbericht AGES, 2015

·     https://stmk.arbeiterkammer.at/beratung/konsumentenschutz/preisvergleiche/Basmati-Reis__Aroma_mit_Beigeschmack.html

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