Das Verdauungssystem aus Sicht der TCM

 

Bevor ich das Verdauungssystem aus Sicht der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM) bildhaft und einfach nachvollziehbar vermitteln möchte, erkläre ich kurz den Dreifach-Erwärmer, da dieser als Grundlage des sogenannten „Kochtopfmodelles“ dient:

 

Was ist der Dreifach-Erwärmer?

Unser Körper wird in der TCM in 3 Teile eingeteilt:

·      Oberen Erwärmer

·      Mittleren Erwärmer

·      Unteren Erwärmer

Dem Oberen Erwärmer wird die Verteilerfunktion und der Funktionskreis Herz und Lunge zugeordnet.

Dem Mittleren Erwärmer ordnet die TCM die Verdauungsfunktion mit den Funktionskreisen Milz und Magen zu.

Zum Unteren Erwärmer gehören Nieren und Blase. dieser Bereich dient der Transport und Ausscheidungsfunktion. Hier wird auch reines vom unreinen getrennt. Unreines gelangt zum Dickdarm und zur Blase.

 

Das Kochtopfmodell

 

Das Kochtopfmodell beschreibt die Verdauung nach der Traditionell Chinesischen Medizin(TCM) sehr anschaulich und bildhaft.

Ich verwende in meiner Praxis diese Beschreibung sehr gerne, um meinen Klienten den komplexen Verdauungsvorgang und die Zusammenhänge unserer täglichen Ernährung und dessen Auswirkungen auf unseren Körper zu vermitteln.

 

Stell dir vor, dass im Bereich des Magens ein Kochtopf steht (Mittlerer Erwärmer).

Im Unteren Erwärmer lodert das Feuer, das sogenannte Nieren Feuer.

Dies wird auch als Jing bzw. Essenz bezeichnet. Dies setzt sich aus dem vorgeburtlichen Jing und dem nachgeburtlichen Jing zusammen. Das vorgeburtliche Jing bekommen wir von unseren Eltern mitgebeben. Wenn das Nieren-Feuer erloschen ist, so stirbt der Körper.

Deshalb ist es so wichtig, dass wir gut auf unser Feuer auspassen und darauf achten, dass wir nichts davon unnötig verschwenden, damit wir auch im hohen Alter noch gesund bleiben.

Aber wie kann das gelingen?

Alles was wir essen oder trinken gelangt in unseren Kochtopf (Magen). Die Milz und der Magen sind dafür zuständig, dass unsere Nahrung in Lebensenergie (Qi) umgewandelt wird. Ziel ist es, nur so wenig wie möglich von unserem Nieren-Feuer (Holzscheiten) zu verbrauchen, um Dampf (Qi) zu erzeugen der zum Oberen Erwärmer aufsteigt und über die Lunge verteilt wird.

Je nachdem welche Speisen wir in unseren Kochtopf geben, desto größere bzw. kleinere Flamme (Nieren-Feuer) benötigen wir, damit der wertvolle Dampf entsteht.

Bei kalten oder/und rohen Speisen benötigen wir viel mehr von unseren Holzscheiten, damit der Inhalt zum Kochen gebracht werden kann.

Je besser unser Verdauungssystem arbeitet und je weniger wir von unserer Essenz benötigen, umso länger können wir bis in das hohe Alter gesund bleiben.

Damit der Kochtopf immer leicht köchelt ist es wichtig regelmäßig gekochte, saftige und stoffwechseltypgerechte Mahlzeiten zu uns zu nehmen. Gleichzeitig können moderate Bewegung, Entspannung und Hobbies dabei helfen, das nachgeburtliche Jing zu stärken.

Somit erhältst du eine starke Mitte.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0